Warum Freundschaften so wichtig sind

Was haben alle Rom-Coms, High-School-Teeniefilme, Actionkomödien und Animationsfilme gemeinsam? Die Rollenaufteilung. Jeder Hauptcharakter hat seinen eigenen Sidekick. Vielleicht sogar zwei. Seinen besten Freund, ihre beste Freundin. Jemand, der ihn auf der Helden:Heldinnenreise begleitet. Was sagt uns das? Freundschaften scheinen ein Keypoint zu sein.

Ich kann alles schaffen

Meine Kindheit war sehr geprägt von meiner starken Mutter. Das ist mein Leben bis heute. Lange Zeit war ich der festen Überzeugung, dass ich alles alleine am besten schaffen kann. Wozu brauche ich Unterstützung? Ich bin gut genug. Irgendwann kam ein Dreh- und Angelpunkt, an dem ich verstanden habe: Ich kann gut genug sein und trotzdem Unterstützung brauchen. Sei es eine Schulter zum Anlehnen, eine Freundin zum Reden, lachen, Pferde stehlen.

Der Schlüssel zu langen Freundschaften

Ich habe mir andere Menschen immer mehr als kurzfristige Wegbegleiter vorgestellt. Die dein Leben kurz inspirieren, dann aber wieder ihre eigenen Wege gehen. Daher gibt es bei mir keine wirklich langen Freundschaften, die schon seit Kindestagen bestehen. Was ich sehr bedauere. Irgendwann habe ich angefangen, die Filme und Serien, die ich geschaut habe, danach zu analysieren, warum sie mir so gut gefallen. Warum kann ich Rom-Coms 1000 mal anschauen? Nicht nur, weil sie von Liebe handeln. Wer wäre ich in so einer Rom-Com? Lieber der Sidekick als der Hauptcharakter. Mir wurde bewusst, dass mir Freundschaften fehlen. Dass ich keine kurzlebigen Aufeinandertreffen möchte, sondern Menschen, die bleiben.

Loyalität is key

Um solche Menschen zu finden, muss ich selbst zu einem Menschen werden, der bleiben will. Denn deine Freund:innen spiegeln immer dich selbst in einer Weise wider. Du möchtest Loyalität? Dann solltest du selber loyal sein. Du möchtest Treue? Dann sei selber auch treu.

Investiere in andere

Obwohl es ein langer Weg war, bin ich nun umso glücklicher sagen zu können, dass ich stabile Freundschaften gefunden habe. Ich werde alles dafür tun, damit sie ein Leben lang halten. Denn auch das sagt einem keiner: Freundschaften erarbeiten sich. Am Anfang gibt es einen kleinen Vertrauensvorschuss, damit man sich kennenlernen kann. Ist man sich grün und möchte man weiterhin Zeit miteinander verbringen, ist genau das der Schlüssel. Es dauert bis man sich annähert. Zeit stärkt das Vertrauen. Momente, die man zusammen verbringt, stärken die Bindung. Man muss sich Zeit nehmen, für den anderen da sein, Whatsapp beantworten, telefonieren. Steckt man diesen Invest an Zeit und Interesse nicht in jemanden, warum sollte der andere nicht auch dasselbe tun?

Der ROI der Freundschaften

Hat man einmal die Freundschaften errungen, tun sie was für einen? In meinem Fall rede ich von attraktiven, starken Persönlichkeiten, die ganz unterschiedlich in ihrem Temperament, in ihrer Lebenssituation und teilweise in ihren Ansichten sind. Wir inspirieren uns gegenseitig. Wir sind Ratgeber:innen, Zuhörer:innen und Animateur:innen. Wir helfen uns. Freundschaften haben mir Halt gegeben, Geborgenheit, gezeigt, was ich alles erreichen kann, wenn ich mich sicher fühle. Wenn ich weiß, ich habe da Personen, denen ich vertrauen kann. Die mich immer auffangen werden. Das trifft natürlich auch auf Familien zu, aber da ist das meistens direkt bei der Geburt mitgegeben, in der DNA verschweißt. Freundschaften zeigen dir, wie du dich auf andere Menschen einlässt, auf unterschiedliche Charaktere. Wie man nicht der gleichen Ansicht sein muss. Wie sich das Stärkengefüge immer wieder verschieben kann. Wie man auf derselben Augenhöhe steht. Wie man diskutiert. Um selber zu wissen, wer man eigentlich ist, sind Freundschaften unheimlich wichtig. Sie bilden dich als Menschen weiter. Sie befruchten dich, wenn du es zulässt. Also go friendship!
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